Swing Dance – Sport und Spaß!

Der Tanz der 30er Jahre aus New York

Das vergangene Jahrhundert war eindeutig das amerikanische Jahrhundert, während wir Europäer uns ins Desaster von zwei Weltkriegen stürzten, die wir selbst anzettelten.

New York wurde das neue Rom, also kulturelle und geschäftliche Welthauptstadt. Ende der 1920er Jahre entstand der Swing aus der Vorlage der Jazz-Musik, die einerseits inspiriert wurde von afrikanischen Rhythmen und der orchestralen Form des „New Way of Life“, die durch Frank Sinatra zur Stimme Amerikas wurde. Nicht nur die schwarzen Einwanderer wirkten prägend in Richtung des Tanzes, sondern auch die weißen Europäer mit Polka und Marschmusik … und schließlich entstanden Tanzstile wie Lindy Hop, Shag, Balboa – alle vorerst an der Ostküste der USA und besonders in New Yorker Clubs, wo sich dann auch die Charleston-Form herausbildete. Innerhalb von 15 bis 20 Jahren ergaben sich die beiden Stilrichtungen des East-Coast-Swing und des West-Coast-Swing, der anfänglich Hollywood-Swing genannt wurde.

Die amerikanischen Soldaten brachten den Swing Dance nach dem 2. Weltkrieg mit nach Europa, wo sich dann der wunderbare Boogie-Woogie (nicht zuletzt aus der Musik des Rock`n Roll und des getanzten Jives) entwickelte … und die deutschen Mädchen waren heiß darauf, was sie wohl heute noch sind oder wieder sind!

Ein Beispiel für Lindy Hop in sehr fortgeschrittener Ausführung (Festival in Washington):

 

Der Tanz-Gigant und vielleicht sogar als stilprägender Freestyle-Swing-Dancer des Lindy Hop ist Frankie Manning, der in Amerika durch seine Auftritt in Filmen bekannt wurde. Wie das im Leben oft ist, verging diese Ära und Frankie Manning arbeitete als Postbeamter, wurde durch Nachforschungen von Fans im Jahre 1987 wieder gefunden und zum Tanzlehrer ermuntert. Heute eine Kult-Figur, ist er 2009 im Alter von 95 Lebensjahren verstorben, was auf diesen lebensbejahenden Tanzsport verweist!

Die quirlige, akrobatische Lindy-Hop-Szene aus einem amerikanischen Film von 1941 mit Frankie Manning darf hier nicht weggelassen werden, zumal sie den Eindruck erweckt, für den Berufsalltag tauglich zu sein:

 

In hohem Alter von über 90 hatte Frankie Manning aus Steptanz-Schritten die Adaption des Shim Sham (der kein Paartanz, sondern eher Gruppenerlebnis ist) hinzugefügt, was zu seinem 95. Geburtstag seine Fans aus aller Welt für ihn als VideoMix-Grußbotschaft sendeten:

 

Dieser Shim Sham wird in Deutschland unterdessen als Flashmob (mobile Blitzaktion) auch in deutschen Städten zelebriert. Kann sein, Du wirst plötzlich Zeuge einer solchen Ansammlung im Hauptbahnhof, auf einem Markplatz oder irgendwo im Stadtzentrum. Vereinbart wird soetwas regelmäßig über soziale Netzwerke, wie Facebook, Whats App oder andere. Vielleicht suchst Du mal über Dein Netzwerk danach … und bist dann dabei? Viel Spaß!

Hier gab es in Leipzig eine offene, fröhliche Tanzmöglichkeit in einem großen Volkspark:

 

= = =  Das war kein eigenes „Bildzeugnis“ dieser Internetseite, doch SwingDance-Fotos werden folgen. = = =

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